TV-Star jetzt Fotoroman-Held - Derrick wieder
da
Von Jörg Philippi-Gerle
Der 16. Oktober 1998. Ein trauriger Tag im Leben der Gebrüder Berns aus Essen. Gemeinsam
sitzen Jochen (36), angehender Jurist, und Frank (40), Chef eines Verlages, vor dem
Fernseher, schauen Derrick. Die 281. und endgültig letzte Folge der Kult-
Krimireihe. Derrick darf nicht sterben, denkt sich Jochen. Wie drei Milliarden
Menschen in 102 Ländern der Welt kriegt auch er nicht genug vom Oberinspektor mit den
feinen Manieren.
Da fällt ihm ein, wie er 1989 einmal einen ausländischen Film mit Untertiteln sah.
So ein Film kommt ja auch als Fotoroman mit Text gut, denkt sich Jochen Berns,
spricht beim ZDF vor. Das vermittelt ihm Kontakt zu Herbert Reinecker, dem Autor der
Derrick- Folgen. Die Geburtsstunde der Movics, wie die Berns-Brüder ihre
brandneuen Derrick-Fotoromane nennen. Derrick ist wieder da. Folge 1 (52 Seiten, 16,80 DM,
gibts im Buchhandel und unter www.movic.de) war im TV Folge 262. Wir starten
mit späteren Folgen, weil die besser in Erinnerung sind. Optisch ist Riekes
trauriger Nachbar ein bißchen wie die Foto- Lovestory in Bravo, inhaltlich Derrick
pur. Sogar das nachdenkliche Hmm Horst Tapperts gibts als Sprechblase.
Wir versuchen, das Niveau von Derrick, das die Serie von Remmidemmi a la »Cobra -
die Autobahnpolizei« unterscheidet, originalgetreu wiederzugeben sagt Berns. Zehn
weitere Movics sind in Arbeit. Berns größter Wunsch fürs neue Jahr:
Horst Tappert noch persönlich ein Buch über- reichen zu können. |